Cisco, laut Medienberichten bekannt für einige Backdoors, von der NSA genutzten Schwachstellen, einer siebenjährigen Lieferung von Überwachungstechnik an China, liefert auch den Standard-VPN Zugang für das Hochschulrechenzentrum der Universität Bonn.

Das muss nicht sein, es gibt schnellere und komfortablere Wege, denn: Das Programm ist langsam, installiert ewig und nervt durch Nutzerunfreundlichkeit.

Unter Linux nutze ich gewöhnlich ein simpleres Login-Script, unter Windows seit längerem bisher die ebenfalls angebotene Alternative des Shrew-Clients.

Doch gerade bei den mobilen Endgeräten mit ihrer fummeligen Patsch-Tastatur sind VPN-Apps eine Qual. Die Lösung heißt: Eduroam.

Autologin dank Eduroam

Die Anleitungen dazu finden sich beim RHRZ etwas versteckt. Die PDFs sind aber dank ihrer Schritt-für-Schritt-Anleitung gut nutzbar. Der große Vorteil: Die Geräte verbinden sich automatisch mit den Netzen in der Stadt, die Verbindung ist ähnlich, meist leicht besser, als beim Uni-Bonnet, der Autologin geht problemlos vonstatten. Und: Eduroam funktioniert weltweit an vielen Universitäten.

Unter Windows 8 funktioniert Eduroam problemlos, bei Windows 7 muss die Verschlüsselung nachinstalliert werden. Windows RT und Android lassen sich simpel umstellen. (Achtung: Die Datenschutzhinweise bei Android sollten befolgt werden!)

Im Kern geht das so: Man loggt sich über eine TTLS Verschlüsselung im Wlan der betreffenden Uni ein. Die fragen nach bei der Bonner Uni nach, ob man zum Surfen berechtigt ist. Dann folgt die Freigabe. Die alltägliche Surferei geht so problemlos vonstatten. Und man muss sich nicht mehr mühevoll einloggen.