Ein voller Erfolg war der  letzte Blitzmarathon. Genüsslich konnte man in den Medien von eindrucksvollen Geschichten lesen, von Schülern, die ihre Lehrerin erwischten, von Papas, die trotz Warnung ihrer Kinder durch die Radarfalle rauschten.

Die Bilanz: ernüchternd. 18.564 Fahrer wurden geblitzt, davon waren 572 zu schnell. 3 Prozent.  Und viele davon “rasten” auch nicht im engsten Sinne, sondern waren oft an den 50 Messstellen nur wenig schneller als erlaubt.

Das zeigt auch das Problem der Blitz-Idee: Es wird ein immens hoher personeller Aufwand betrieben, viel PR-Geklingel gemacht, die Aktion großflächig angekündigt, sodass alle Fahrer an diesem Tag möglichst Bescheid wissen und sich an die Begrenzung halten…

Am nächsten Tag ist dann wieder alles beim Alten: Es wird gerast und nicht geblitzt. Die Überstunden der Polizei müssen ja wieder abgebaut werden.

Im Endeffekt wären die Beamten an anderer Stelle sicherlich besser eingesetzt. Oder man sollte Blitzstellen nicht zuvor so großflächig bekanntgeben…