Bonn – Wegen Bauarbeiten der S-Linie 13 fuhren vergangene Woche einige Züge nur zwischen Rhöndorf und Bonn-Beuel, und nicht weiter über Köln nach Mönchengladbach.

Rhöndorf Bahnhof, abends. “Fährt dieser Zug nach Köln?” fragt eine junge Dame verunsichert einen älteren Herren, als der Zug einfährt. Sie hat davon gehört, dass es aktuell auf der Strecke zu Problemen kommen kann und der Fahrplan nicht mehr gilt. Der ältere Herr schaut sich den Wagen an, verrenkt den Hals und deutet auf die elektronische Anzeigentafel am Zug, auf der “Mönchengladbach” steht. “Wie soll der Zug denn nach Mönchengladbach kommen, wenn nicht über Köln,” fragt er.

Die Dame lässt sich dadurch überzeugen, nicht einmal ein Staatskonzern wie die Bahn kann in sekundenschnelle neue Gleise an Köln vorbei legen.

In Beuel dann werden alle Fahrgäste, die nicht nach Beuel wollten, sondern weiter, aus dem Zug geworfen. Dem Zug, auf dem Mönchengladbach über Köln steht, der aber nicht nach Mönchengladbach über Köln fährt, weil in Troisdorf eine neue Strecke gebaut wird.

Laut Durchsage am Bahnsteig sollen sie den Zug im Anschluss nehmen. Dass dieser Anschlusszug der regulär nachfolgende ist, sie also 30 Minuten warten müssen, erfahren sie nicht im Zug, auch nicht durch Durchsagen, sondern spätestens nach 30 Minuten des Wartens.

Das nennt die Bahn im Jahr 2017 Kundeninformation.