Das war es jetzt für das Kinderbecken im Römerbad! Zu teuer, entschieden die Fraktionsspitzen und die Stadt, sei eine Sanierung. In einer Vorlage teilt die Verwaltung mit: Angesichts der angespannten Haushaltslage nicht möglich.

Der zweite Grund spricht noch deutlichere Bände: Bevor man ein Becken baut, für knapp eine Million Euro, solle man doch bitte ein Gesamtkonzept vorlegen. Sprich: Im Stadthaus will man um jeden Preis vermeiden, dass in einigen Jahren das Becken samt des Römerbads endgültig geschlossen wird.

Rheinauenschreiber hat mehrfach über das Römerbad berichtet. Man kann der Verwaltung nur zu der einzig logischen Entscheidung gratulieren, und dazu, so deutliche Worte gefunden zu haben. Sie war, wie vor rund einem Jahr beschrieben, abzusehen.

 

Das Prinzip Verschleiß

Auf der anderen Seite zeigt sich aber auch, welche Zukunft die Bonner Bäderlandschaft zu erwarten hat: Das Verschleißprinzip, dass man in der Bäderdebatte seit Jahren schon beobachten kann und dem bereits das Viktoriabad zum Opfer fiel, wird weiter regieren. Renoviert wird nur noch das allernötigste. Zuviel kosten wird es auch nicht mehr dürfen.

Am Ende bleiben dann nur noch zwei oder drei Bäder übrig. Mit etwas Glück oder (politischem Willen) werden es dann diese sein, die energetisch, sozio-geografisch und strukturell am besten geeignet sind. Dadurch wird Geld gespart, ohne eine öffentlichkeitswirksame Entscheidung in einer überhitzten Debatte treffen zu müssen. Nicht umsonst wurde auch die Entscheidung der Verwaltung mit den Fraktionsspitzen offenbar im Konsens getroffen…

Ob das Römerbad dabei ist? Oder das Frankenbad? Schwer abzuschätzen. Das Melbbad hat die die Verwaltung in den Sparvorschlägen zusammen mit dem Friesi und dem Godesberger Kurfürstenbad bereits auf die Abschussliste gesetzt.

Die endgültige Entscheidung steht noch aus.  Sie wird, sollte keine 180 Grad Wende mehr passieren, im Stadtrat im Zuge der Haushaltsgespräche so getroffen werden.