Kirschblütenfest 2017: Hoffentlich geht das mal gut

Bonn – Die Bundesstadt Bonn hat den Kirschblütenflohmarkt 2017 genehmigt. Nachdem der alte Veranstalter zur Aufgabe gedrängt wurde, wird das “Fest”, dass dieses Jahr keines ist, wieder so organisiert wie vor drei Jahren.

Es gibt einen Altstadtflohmarkt, und mehr nicht. So die offizielle Lesart. Keinen öffentlichen Ausschank, keine laute Musik.

Und keine gesperrten Straßen.

Die Anwohner und die Geschäftsinhaber werden sich damit keinen Gefallen getan haben. Sollte der Termin sich als “alternatives” Kirschblütenfest, wie es viele gewollt haben, durchsetzen, droht nicht nur ein Verkehrschaos.

Es ist auch gefährlich. Wenn wieder Zehntausende sich durch die engen Altstadtstraßen drücken, nur dieses Mal ohne Straßensperren, ohne Konzept, ohne öffentliche Toiletten. Man will Laissez-faire, man handelt aber dabei höchst fahrlässig,

In Bonn will man ja immer gerne die Zeit zurückdrehen, statt sich der Realität anzupassen. Die Hoffnung, dass nur ein paar Hundert Leute kommen, wenn es nicht mehr “Fest”, sondern “Flohmarkt” heißt, ist aber illusorisch. Die Kirschblüten blühen trotzdem. Und am Samstag, 22. April 2017 treffen Kirschblüten auf einen Flohmarkt, und mehr war das Fest im letzten Jahr im Kern auch nicht.

Die Leute kommen trotzdem. Nur ist nichts vorbereitet. Angesichts der Panik, die bei jeder Großveranstaltung inzwischen geschoben wird, ist es nahezu fahrlässig, dies zu ignorieren. Dabei geht es noch nicht einmal um die ominöse Terror-Gefahr. Sondern bereits darum, dass Autos sich durch die Massen drängelnd dürfen.

Man kann wirklich nur hoffen, dass es heftig regnet, und nicht wieder alle zehntausende kommen.

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2 Comments

  1. Petra

    Ihr Beitrag lässt vermuten, dass sie sich in keinsterweise über den Altstadtflohmarkt in diesem Jahr informiert haben.
    Das was sie wissen, haben sie wohl aus dem General Anzeiger und der hat über den Flohmarkt berichtet, bevor er überhaupt genehmigt war…ohne mit der Organisatorin geredet zu haben.

    Der Flohmarkt wird kein ‘alternatives Fest’ sondern ein Flohmarkt.
    Sichtbare öffentliche Toiletten und Ordner, die sich wirklich kümmern, gab es im letzten Jahr auch nicht und es hat trotzdem ganz gut funktioniert.

    Bürger, Händler und Gastronomen sorgen dafür in diesem Jahr ‘die Zeit der Kirschblüten’ zu entzerren und nicht alles auf einen Tag zu legen, wie letztes Jahr. Es wird Aktionen vom 01.04-22.04. geben.

    Es ist schade, dass die Organisatoren vom letzten Jahr so angegangen wurden und dieses Jahr nicht veranstalten wollen, ihre Hetze gegen die diesjährige Kirschblütenzeit bringt aber niemanden voran.

    Bitte sprechen Sie doch vorher mit der Dame, die dieses Jahr alles dafür getan hat, dass es wieder einen schönen Haustürflohmarkt gibt, bevor sie Quatsch wie ‘nichts ist vorbereitet’ verbreiten.

    Ich wünsche dem Flohmarkt und allen Mitstreitern viel Erfolg und Freude.

    • Sehr geehrte Petra, vielen Dank für ihren Kommentar.
      Mich wundert aber schon ihr Tonfall, aber das ist in Kommentarbereichen wohl so üblich. Weder schreibe ich Quatsch noch “Hetze” ich gegen die jetzigen Organisatoren, sondern ich bringe meine Sorge über die Organisation bei einem gewichtigen Detail zum Ausdruck.

      Die Informationen habe ich tatsächlich aus Medien. Denn weder gibt es aktuell offenbar eine bekannte Internetseite, die das breite Angebot, dass entzerrend wirken soll, groß und übersichtlich publiziert, noch tritt die Anmelderin namentlich in der Öffentlichkeit in Erscheinung, dass man mit ihr einfach Kontakt aufnehmen könnte. (Nachtrag: Einige Veranstaltungen finden sich unter http://www.kirschbluete-bonn.de/.)

      Aber darum geht es mir gar nicht. Es geht darum, dass ein Termin im Umlauf ist für einen Flohmarkt. Der Termin wird in der Öffentlichkeit als Alternative zum Kirschblütenfest gehandelt. Im letzten Jahr kamen zehntausende zu diesem Fest am Samstag und Sonntag, die sich an jenem Tag durch die engen Altstadtstraßen zwängten. Damals waren die Straßen für Autos gesperrt, und parkende Wagen wurden entfernt.

      Jetzt hat die Stadt entschieden, die Straßen nicht zu sperren. Was ich schildere, ist das, was kommen kann. Vielleicht geht es in diesem Jahr gut, weil die Blüte fast vorbei ist. Vielleicht aber kommen wirklich wieder Zehntausende zu dem schönen Flohmarkt. Und fahren vielleicht sogar mit ihrem Auto in die Altstadt.

      Das ist, was ich mit nicht vorbereitet meine. Man plant nicht mit dem Ergebnis und der Situation vom letzten Jahr, und von 2015. Sondern man plant einen kleinen, urigen Altstadt-Flohmarkt wie im Jahr 2012 bis 2014, bei dem man schön bummeln konnte.

      Wenn jedoch wirklich wieder so viele kommen wie 2016, dann gibt es kein Konzept für die Menschenmassen. Vielleicht geht es in diesem Jahr gut, weil es regnet, die Blüte vorbei ist.

      Aber was, wenn die selbe Zahl an Menschen kommt? Wenn wirklich was passiert. Das ist fahrlässig ist. Und da müsste die Stadt und die Ratsmehrheit bzw. die Bezirksvertretung zumindest vorsorglich die Altstadt für Autos sperren an jenem Tag. Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

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